Unser Förderverein für den islamischen Religionsunterricht (FIRU) lädt alle herzlichst ein:

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Am Samstag, den 09.04.16, findet in einigen unserer Mitgliedsmoscheen eine Veranstaltung mit dem Titel „Lange Nacht des Propheten“ statt. Um 19 Uhr wird es in diesem Zusammenhang in den Moscheeräumen einen Vortrag zu den Ansar (Helfern in Medina) und Muhajirun (Auswanderer, die von Mekka nach Medina zogen) geben, womit ein Bezug zur aktuellen Flüchtlingsthematik hergestellt wird.

Im Anschluss wird eine offene Fragerunde stattfinden.

Jeder ist herzlichst eingeladen.

Orte:

- Fatih Moschee - Falkensteinstr. 12, 10997 Berlin

- Darussalam Moschee - Flughafenstr. 43, 12053 Berlin

- Emir Sultan Moschee - Hauptstr. 150, 10827 Berlin

- IZDB - Drontheimer Str. 32A,  13359 Berlin

 

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Am Freitag, den 25.03.2016, waren wir zum Freitagsgebet in der Bilal-Moschee in Wedding eingeladen. Die Khutbah (Freitagsrede) hielt einer unserer Lehrkräfte zum Thema Kindererziehung im Islam und nannte in diesem Zusammenhang wichtige Punkte, die zu beachten seien:

  1. Die Kindererziehung im Islam fängt lange vor der Geburt eines Kindes, sogar vor der Eheschließung an. Bevor man ein Kind erzieht, sollte man sich selbst reinigen (Tazkiyatun Nafs), sprich seine Gottesdienste (Gebete, Fasten etc.) ausüben sowie ein schönes, herzliches Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen entwickeln: lange Zeit bevor Muhammad, Friede und Segen sei auf Ihm, mit 40 Jahren zum Propheten wurde, zog er sich regelmäßig in die Höhle „Hira“ zurück, um Allah zu gedenken und Ihn anzubeten. Zugleich war er bei den Menschen in Mekka als „der Vertrauenswürdige“ (Al-Amin) bekannt.
  1. Der nächste Schritt in der Kindererziehung liegt in der Auswahl des richtigen Ehepartners:

Abu Huraira (Allahs Segen auf Ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (Allahs Frieden und Segen Ihm) sagte: „Eine Frau wird (in der Regel) für vier Sachen geheiratet: für ihr Vermögen, für ihren Familien-Status, für ihre Schönheit und für ihren Glauben. So nehmt die fromme Frau, auf dass es euch wohl ergeht." – Bukhari, Vol. 7, Buch 62, Nummer 27, sinngemäße Übersetzung. Gleiches trifft auch auf die Frau zu bei der Auswahl ihres Ehemannes.

  1. Bittgebete, wie sie z.B. einst der Prophet Zacharias zu sprechen pflegte: „Daselbst betete Zacharias zu seinem Herrn und sprach: «Mein Herr, gewähre mir Du einen reinen Sprössling; wahrlich, Du bist der Erhörer des Gebets. (Sure 3 Vers 38).
  1. Verantwortungsbewusstsein entwickeln: Mann und Frau müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie gleichermaßen für die Erziehung eines Kindes verantwortlich sind. Es reicht beispielsweise nicht aus, dass ein Mann durch seine Arbeit für das finanzielle Wohlergehen der Familie sorgt. Er muss sich Zeit für sein Kind nehmen, um seiner Vaterrolle gerecht zu werden.
  1. Vorbildfunktion wahrnehmen: Kinder imitieren das, was man ihnen vorlebt. Das Verhalten der Erzieher vor ihren Kindern ist also von grundlegender Bedeutung. Dabei sollte darauf Acht gegeben werden, dass Worte und Taten der Erzieher nicht im Widerspruch zueinander stehen oder dass man stets vertrauenswürdig bleibt, indem man beispielsweise sein Wort/Versprechen gegenüber den Kindern einhält.
  1. Die Kinder ernst nehmen: Als dem Propheten (Friede sei mit ihm) einmal ein Getränk gebracht wurde, saß zu seiner Rechten ein kleiner Junge und zu seiner Linken ältere Männer. Da fragte er den kleinen Jungen: „Erlaubst du mir, dass ich ihnen das gebe?“ Da sagte der kleine Junge: „Ich möchte auch meinen Anteil daran.“ Da ließ ihn der Prophet (sas) davon trinken, bis er nicht mehr wollte, und gab es dann den Älteren weiter. - Bukhari "Kitab al-Musaqa" (2366); Muslim "Kitab al-Ashriba" (2030)
  1. Kinder nicht erniedrigen und respektvoll behandeln: selbst als sich der Sohn vom Propheten Nuh (Noah, Friede sei mit ihm) von Allah abgewendet hatte und sich weigerte mit in Nuhs Boot zu steigen, sprach Nuh ihn höflich zu: „… Nuh rief zu seinem Sohn, der sich abseits hielt: «O mein lieber Sohn, steig mit uns ein und bleibe nicht mit den Ungläubigen! (Sure 11, Vers 42). Dieses Verhalten zeigt uns, dass keine Falschhandlung eines Kindes die Eltern berechtigt, es zu erniedrigen, erst recht nicht in der Öffentlichkeit. Auch sollte ein Kind nicht mit einem anderen vergleichen werden, da alle Kinder nicht über alle Fähigkeiten im gleichen Maß verfügen. Darüber hinaus sollten Eltern auch miteinander respektvoll umgehen und Streitigkeiten vor dem Kind vermeiden. 
  1. Man sollte darauf Acht geben, wer in die Wohnung ein- und ausgeht. Ein rechtschaffenes Umfeld erleichtert eine islamische Erziehung.
  1. Gerechtigkeit ausüben: damit ist nicht nur die Gleichbehandlung von Kindern – sei es Junge oder Mädchen -  gemeint, sondern auch die Fairness bei der Erteilung von Aufgaben. Diese sollten dem Kindesalter entsprechend vergeben werden, um das Kind nicht in einen unverschuldeten Überforderungszustand zu versetzen.

Und all diese Punkte sollte der Muslim versuchen umzusetzen, wohlwissend, dass die Rechtleitung nur bei Allah, dem Erhabenen, allein liegt, der dem Menschen näher ist, als seine eigene Halsschlagader: „Wir haben ja den Menschen erschaffen und wissen, was (alles ihm) seine Seele einflüstert, und Wir sind ihm doch näher als seine Halsschlagader.“ (Sure 50, Vers 16)

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Gestern erreichte uns die Meldung über einen Terroranschlag in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad (Irak), bei dem etwa 40 Zivilisten – mehrheitlich Kinder -  ums Leben kamen.

Wir verurteilen diese terroristischen Anschläge aufs Schärfste und erinnern daran, dass der Koran sich gegenüber solchen Anschlägen unmissverständlich ausdrückt:

„...wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“ (Sura 5 Vers 32)

Anschläge dieser Art zeigen uns deutlich, dass die größten Leidtragenden des Terrors die Menschen im Nahen Osten sind, bei denen diese Attantate zum schrecklichen Alltag geworden sind. Wir appellieren daher an jeden Bürger in unserer Gesellschaft, sich nicht von den einheimischen trügerischen und islamfeindlichen „Sündenbock-Mentalitäten“ einiger politischer Bewegungen einschnüren zu lassen. Gemeinsam und rational möchten wir unsere plurale Gesellschaft gestalten und  prägen.

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Der Countdown läuft: Bis zum 1. April 2016 können sich muslimische Abiturienten, Studierende sowie Promovierende um ein Stipendium bewerben.

Also, ran an die Arbeit - vielleicht gehören auch Sie bald zu den Stipendiat/innen des Avicenna-Studienwerks!

Mehr Infos gibt’s unter www.avicenna-studienwerk.de

Erstmalig vergeben wir auch Habilitationsstipendien, weitersagen bitte!

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Heute Morgen erreichte uns die Schreckensnachricht, dass die belgische Hauptstadt Ziel mehrerer Anschläge wurde. Es kamen dabei zahlreiche Menschen ums Leben und viele weitere wurden schwer verletzt. Wir verurteilen diese terroristischen Anschläge aufs Schärsfte und möchten in aller Klarheit betonen, dass der Koran sich gegenüber solchen Anschlägen unmissverständlich ausdrückt:

„Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“ (Sura 5 Vers 32)

Anschläge dieser Art führen uns vor Augen, dass dieser Terror niemanden verschont. Vor einer Woche Ankara, vor einigen Tagen Istanbul und nun Brüssel. Wir möchten den Angehörigen der Familien unser Beileid bekunden und hoffen für die Verletzten auf baldige Genesung. Zudem bitten wir Allah (den Erhabenen) darum, dass Er die Menschheit vor solchen Anschlägen verschont und die Erde, die Er uns gab, damit wir Menschen in ihr verantwortlich umgehen, zu einem friedlicheren Ort wird.

Murat Gül
Präsident der Islamischen Föderation Berlin

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Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit mussten wir in kurzer Zeit feststellen, dass die türkische Hauptstadt nun wieder Ziel eines feigen, terroristischen Anschlages geworden ist. Wir verurteilen diesen Anschlag aufs Schärfste und drücken den Familien der Opfer unser Beileid aus und wünschen für die Verwundeten eine schnelle Genesung.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal an den koranischen Grundsatz erinnern, dass derjenige, der einen unschuldigen Menschen tötet, so ist, als hätte er die gesamte Menschheit getötet, und dass jener, der ein Menschenleben rettet, so ist, als hätte er die gesamte Menschheit gerettet (Sura 5 Vers 32). Terror lässt sich mit keiner Religion rechtfertigen. Wir bitten Allah darum, dass Er die Menschheit vor Terror, ganz gleich in wessen Namen er auftaucht, bewahrt.

 

Murat Gül

Präsident der Islamischen Föderation Berlin

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