Die Islamische Föderation in Berlin (IFB) bedauert die Entscheidung der Technischen Universität (TU) Berlin, den muslimischen Gebetsraum zu schließen sowie die alte Turnhalle für das gemeinschaftliche Freitagsgebet nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Insbesondere in Anbetracht dessen, dass das gemeinsame Freitagsgebet langjährige Tradition hat und ein Zeichen von Toleranz sowie Respekt gegenüber muslimischen Studierenden und ihrem Glauben war, stellt die Entscheidung des Präsidiums der TU einen Rückschritt dar.

Die Entscheidung des Präsidiums ist nach Auffassung des Justiziars und Geschäftsführers der IFB, Rechtsanwalt Mustafa Özdemir, ferner auch nicht gerechtfertigt. „Das Präsidium der TU Berlin verkennt insoweit offenbar, dass Deutschland nicht laizistisch, sondern säkular ist. Die Neutralität des Staates und seiner Einrichtungen im Grundgesetz gebietet es, dass Religionen, ihre Angehörigen und deren Religionsausübung zu schützen und zu gewährleisten sind. Die vorliegende Schließung der Gebetsräume dagegen ist genau das Gegenteil hiervon.“

Die IFB respektiert das Prinzip der unabhängigen Selbstverwaltung der TU Berlin. Dennoch hofft die IFB, dass das Präsidium den betroffenen Studentengruppierungen eine Lösung anbietet, damit die muslimischen Studierenden und Mitarbeiter der TU Berlin ihr Gebet erneut verrichten können.

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Anlässlich des jüngsten Terroranschlages in Istanbul fand am 13.01.16 eine Mahnwache vor der Türkischen Botschaft in Berlin statt, an der die Islamische Föderation neben weiteren Berliner Organisationen teilnahm. Nach der traditionellen Rosenniederlegung sprach Murat Gül, Präsident der IFB, das gemeinsame Bittgebet für die Opfer des Anschlages aus.

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Verurteilung des Terroraktes in Istanbul

Die IFB verurteilt den feigen Selbstmordanschlag, bei dem mehrere Zivilisten in Istanbul ums Leben gekommen sind, aufs Schärfste. Dieser Terrorakt hat einmal mehr verdeutlicht, dass der Terror weder vor Zivilisten halt macht, noch zwischen Religion, Ethnie oder Sonstigem unterscheidet. Der Terror trifft alle.

Es ist unsere gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, den Terror - ganz gleich aus welcher Ecke er kommt - klar zu verurteilen und uns für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen. Wir möchten den Angehörigen der Verstorbenen unser größtes Beileid bekunden und wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung.

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Gestern, am 23.12.15, wurde der Mevlana Moschee, die Mitgliedsgemeinde der IFB ist, ein Packet zugeschickt, in dem sich eine Schweinekopfhälfte und ein Exemplar des Korans befanden. Wir verurteilen diese feige Attacke aufs Schärfste und befürchten, dass damit nicht nur die Beleidigung des Islams beabsichtigt wurde, sondern vielmehr der  abgetrennte Schweinekopf, der mit Blut beschmiert war, eine Gewaltandrohung darstellen sollte. Bereits 2014 gab es schon einen Brandanschlag auf die Moschee, bei dem ein Sachschaden über eine Million Euro entstand:

http://www.if-berlin.de/gemeinsamer-besuch-der-mitgliedsgemeinden-der-ifb-bei-der-mevlana-moschee.html

Der Zeitpunkt dieser Attacke wurde von den Tätern offensichtlich bewusst gewählt, um am Weihnachtstag, der für Barmherzigkeit, Versöhnung und Nächstenliebe steht, den abgrundtiefen Hass gegenüber einer multikonfessionellen Gesellschaft zu betonen. Wir hoffen, dass der Staatsschutz gegen die Täter, aber auch gegen die stetig wachsende Islamophobie, entschieden vorgeht und wünschen allen Bürgern noch besinnliche Weihnachtstage.

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Mahnwache vor der Französischen Botschaft

Mahnwache: NEIN, Terror nicht in unserem Namen!

Am 16.11.2015 legten vor der Französischen Botschaft in Berlin, zusammen mit
der islamischen Föderation Berlin, eine Vielzahl von muslimischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen
Rosen- und Nelkenkränze nieder. Es wurde folgende gemeinsame Botschaft verkündet:

Wir verurteilen die niederträchtigen und schändlichen Angriffe in Paris mit größtem Nachdruck.
Unser Mitgefühl gilt insbesondere den Angehörigen der Opfer. Wir fühlen mit Ihnen in Ihrem Schmerz und in Ihrer Trauer."

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Mit großem Entsetzen wurden wir gestern Zeugen mehrerer terroristischer Angriffe in Paris. Solche feigen Angriffe zielen auf das friedliche Miteinander einer multiethnischen und multikonfessionellen Gesellschaft ab. Umso mehr ist für uns das Gebot der Stunde an den freiheitlich pluralistischen Werten unserer Gesellschaft festzuhalten und sie offen auszuleben. Keine Religion rechtfertigt in ihrem Namen solch einen Terror zu verbreiten und den gesellschaftlichen Frieden zu stören. Gerade jetzt, wo wir als Gesellschaft schwere Zeiten durchlaufen, wo es regelmäßig zu Übergriffen und Schändungen von Gotteshäusern kommt, appellieren wir an die Verantwortungsträger von Politik, Medien und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen für ein stärkeres Miteinander zu werben. Jetzt mehr denn je. Wir als die islamische Föderation Berlin (IFB) möchten unser tiefstes Mitleid für die Angehörigen der Opfer ausdrücken, beten dafür dass die Verwundeten schnell wieder genesen, und verurteilen diese Angriffe aufs Schärfste.

 

Die islamische Föderation Berlin

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Murat Gül, der Vorsitzende der Islamischen Föderation in Berlin, spricht sein Beileid für die Opfer des Flugzeugabsturzes aus und wünscht den Hinterbliebenen Geduld und Kraft. in der schweren Stunde.

„In solchen Situationen ist es schwer die richtigen Worte zu finden, aber noch wichtiger ist, dass die Betroffen wissen, dass ihr Leid mit anderen geteilt wird.“, so Gül weiter.

Berlin, 26.03.2015

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